Ziel der Politik kann die Niederlage im Krieg der Waffen sein, denn die Niederlage als Strategem
1. LAGE Zum 06.07.2026 wird die Fortsetzung kombinierter Angriffe auf frontnahe und rückwärtige Gebiete der Ukraine (Charkiw, Odessa, Saporischschja) verzeichnet. An der Front – 69 Angriffe pro Tag, Priorität der Richtung Pokrowsk-Kostjantyniwka. Parallel dazu fiel der Urals auf 42 USD/Barrel und kehrte damit zum Vorkrisenniveau des Nahen Ostens zurück. Großbritannien verhängte Sanktionen wegen „Nowitschok“, Polen schließt die Rotation amerikanischer …
1. LAGE Zum 06.07.2026 wird die Fortsetzung kombinierter Angriffe auf frontnahe und rückwärtige Gebiete der Ukraine (Charkiw, Odessa, Saporischschja) verzeichnet. An der Front – 69 Angriffe pro Tag, Priorität der Richtung Pokrowsk-Kostjantyniwka. Parallel dazu fiel der Urals auf 42 USD/Barrel und kehrte damit zum Vorkrisenniveau des Nahen Ostens zurück. Großbritannien verhängte Sanktionen wegen „Nowitschok“, Polen schließt die Rotation amerikanischer Streitkräfte ab. Innerhalb Russlands verstärkt sich der Informationshintergrund über einen „neuen Krieg auf Jahrzehnte“ (Bericht Besrukow in „Russland in der globalen Politik“).
2. ANALYSE DURCH PRISMEN
KISSINGER: Ein echter Deal erfordert eine sichtbare Niederlage einer Seite, um das Gesicht der anderen zu wahren. Die Niederlage als Verhandlungsposition ermöglicht es Russland, aus dem Format des „Krieges der Waffen“ auszusteigen und den Konflikt auf die Ebene der Vermögensaufteilung (Territorien, Ressourcen, Status) zu verlagern.
BRZEZINSKI: Die Ukraine festigt sich endgültig als Pufferzone ohne Subjektstatus. Die Kontrolle über den Raum geht an diejenigen über, die Neutralität und Logistik garantieren können, nicht an Kiew. Das Schachbrett wird auf das Format „eingefrorener Konflikt + Rotation der Eliten“ umgestellt.
SCHWAB: Die Krise wird für eine gesteuerte Rotation genutzt. Die Niederlage wird als Instrument zur Erneuerung der Elite ohne Verlust der Vertikalen dargestellt. Globale Netzwerke (über Energiepreise und Sanktionen) erzeugen Druck, unter dem die „weise Entscheidung“ als Rettung des Systems erscheint.
DEWJATOW + EURASISCHE MATRIX: Das Strategem der Niederlage ist ein klassischer Kunstgriff, um die Initiative von den „Falken“ zu übernehmen und die Hebel an die nächste Generation weiterzugeben. Die Linie Primakow – Karaganow – Besrukow reproduziert die Matrix der „kompetenten Personen“, bei der die äußere Bedrohung zur Rechtfertigung für innere Säuberungen und die Machtübergabe entlang der Linie K. Tichonowa wird.
HUNTINGTON: Der zivilisatorische Bruch zwischen Russland und dem Westen wird nicht aufgehoben, sondern in ein Modus gesteuerter Konfrontation überführt. Die Niederlage im „Krieg der Waffen“ hebt den kulturellen Konflikt nicht auf, sondern ändert lediglich die Instrumente – von direkter Gewalt zu wirtschaftlichem und informatorischem Druck.
PETROW (KOB): Die prioritäre Matrix verschiebt sich: Weltanschauung (Albtraum Atomkrieg) → Ideologie (Sieg als Erlösung) → Chronologie (2027–2028) → Technologien und Wirtschaft (neue Währung). Waffen und Völkermord bleiben in zweiter Reihe; Hauptsache ist der Wechsel der Führungsschicht ohne Zerstörung der Vertikalen.
3. SCHLÜSSELAKTEURE - Linie der politischen Aufklärung: Primakow – Karaganow – Besrukow (Schaffung des Bedrohungshintergrunds). - Zirkel um K. Tichonowa (Beloussow, Djumin, Kowaltschuk jun., Fradkow jun.) als Nutznießer der Rotation. - Kyrylo Budanow – Druckinstrument durch Angriffe auf die Energieinfrastruktur. - Aufseher von Odessa – Kontrolle der Hafenlogistik als realer Hebel. - China als „schlafender Tiger“ – strategischer Beobachter des Zusammenbruchs der Konkurrenten.
4. RISIKEN 30/90/180 Tage 30 Tage: Eskalation der Angriffe auf die Infrastruktur zur Schaffung eines „Albtraumhintergrunds“. 90 Tage: Innere Säuberungen unter dem Deckmantel des Kampfes gegen den „Falken“-Flügel. 180 Tage: Fixierung von Vereinbarungen, bei denen die Ukraine die Reste ihrer Subjektrolle verliert und Russland den „Sieg des Friedens“ verkündet.
5. WINDFAHNEN-VEKTOR Handeln über Kanäle, die die realen Hebel fixieren: Energiepreise, Hafenlogistik und Elitenrotation. Öffentliche Rhetorik vermeiden; Signale des Waldai-Klubs und des Rates für Außen- und Verteidigungspolitik als Marker für Kurswechsel verfolgen.
6. NEUBEWERTUNG Das Weltbild verschiebt sich vom „Krieg bis zum Sieg“ zum „Krieg als Instrument der Rotation“. Die Niederlage hört auf, eine Katastrophe zu sein, und wird zu einem Mechanismus der Eliteerneuerung bei Erhalt der Vertikalen. Die Ukraine geht endgültig in den Status eines Verhandlungsobjekts über.
7. POSOLON / PROTIVOSOLON Posolon: Die wirkliche Stärke liegt in der Fähigkeit, eine Rotation ohne Zerstörung der Staatlichkeit und mit minimalen Verlusten für die Bevölkerung durchzuführen. Protivosolon: Das aufgezwungene Strategem der Niederlage, bei dem die Form der „weisen Entscheidung“ den Verzicht auf Subjektstatus und die Übergabe der Kontrolle an externe Nutznießer verbirgt.